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artikel - software - windows 7 tuning

1. Vorwort:
Auch wenn das Hauptaugenmerk von Microsoft bei Windows 7 darauf lag, die Performance im Vergleich zu Vista deutlich zu steigern, gibt es in der Standardkonfiguration einige Dinge, die man verbessern kann und sollte.
 
2. Dienste:
Hier gehen wir nur auf die Dienste ein, die standardmäßig aktiviert sind und deaktiviert werden können. Nicht erwähnte Dienste sind entw. deaktiviert oder müssen unbedingt aktiviert bleiben. Als Vorlage dient die Ultimate-Edition, da dort alle Dienste vertreten sind.
Bluetooth-Unterstützungsdienst Wenn keine Bluetooth-Hardware verwendet wird, kann der Dienst deaktiviert werden. Bluetooth kommt am PC meistens zur Synchronisierung mit Mobiltelefonen oder mit bestimmten Mäusen/Tastaturen zum Einsatz.
DNS-Client Speichert DNS-Namensauflösungen in Zwischenspeicher. Hat jedoch keine Auswirkungen auf Surfen etc.
Enumeratordienst für tragbare Geräte Unterstützt den Datenaustausch zwischen Windows Media Player und tragbaren Geräten wie Digitalkameras oder Festplatten. Dieser Dienst kann deaktiviert werden, es sei denn, man ist auf die Importfunktionen und die Vergabe von Richtlinien auf den Geräten angewiesen (das dürfte wohl die wenigsten betreffen).
Fax Wenn kein Fax benötigt wird, kann dieser Dienst deaktiviert werden.
Funktionssuchanbieter-Host Wird vom Media Center benötigt. Sucht z.B. nach Media Extendern imNetzwerk um diese lokal einzubinden. Sollten solche Geräte nicht verwendet werden, kann der Dienst deaktiviert werden.
Gemeinsame Nutzung der Internetverbindung Wer nicht auf die Verbindungsfreigabe angewiesen ist, kann diesen Dienst deaktivieren. Netzwerkbrücken sind davon nicht betroffen.
Gruppenrichtlinien-Client Dient zur Verwaltung von Gruppenrichtlinien lokal. Kann in der Regel deaktiviert werden,wenn keine Gruppenrichtlinien benutzt werden.
IP-Hilfsdienst Bietet u.a. IPv6-Technologie, diese spielt in Deutschland jedoch noch keine Rolle, kann also deaktiviert werden.
PnP-X-IP-Busauflistung Erweitert Windows 7 um Plug'n'Play-Fähigkeit im Netzwerk. Kann in der Regel deaktiviert werden.
SSDP-Suche Sucht nach SSDP (uPNP) Geräten im Netzwerk. Werden solche nicht verwendet, kann der Dienst deaktiviert werden.
Superfetch Dieser Dienst cachet häufig benutzte Anwendungen im Arbeitsspeicher. Dies macht jedoch nur bei älteren Rechnern mit viel Arbeitsspeicher Sinn. Auf Systemen, wo die häufig genutzten Anwendungen auf SSDs liegen, sollte der Dienst deaktiviert werden. 
Tablet-Pc Eingabedienst Bietet Tablet-Pc-Funktionalitäten. Dient der Erkennung von Stiften und Gesten auf entsprechenden Geräten. Kann auf Desktops in der Regel deaktiviert werden. Das Snipping-Tool ist davon nicht mehr betroffen.
Telefonie Wer den Rechner nicht als Telefon benutzt (mittels Modem/ISDN-Karte), kann diesen Dienst bedenkenlos deaktivieren.
TPM-Basisdienste Bietet TPM-Funktionen (Link). Diese Flop-Technologie kann deaktiviert werden.
Überwachung verteilter Verknüpfungen (Client) Überwacht verteilte Verknüpfungen im Netzwerk. Kann im privaten Bereich in der Regel deaktiviert werden.
Windows CardSpace CardSpace ist ein von Microsoft eingeführtes Identifikationsverfahren für Unternehmen und als Alternative zum klassischen Benutzername+Passwort auf Webseiten. Wer den Dienst benötigt, weiß es, alle anderen können ihn problemlos deaktivieren.
Windows Defender Der Defender ist die Mal- und Spyware-Abwehr von Microsoft. Leider nicht wirklich ressourcenschonend und es gibt durchaus bessere Alternativen. Der Defender kann problemlos deaktiviert werden.
Windows Search Dieser Dienst durchforstet den Bestand an Dateien im Idle und sorgt für ein schnelleres Finden bei einer Suche. Nach einer gewissen Zeit ist die Index-Erstellung fertig und der Dienst stört nicht weiter. Wer aber darauf verzichten kann, kann den Dienst bedenkenlos deaktivieren.
Windows-Biometriedienst Dient zur Erfassung von Biometriedaten in Anwendungen. Wenn keine Biometrie-Hardware vorhanden ist (z.B. ein Fingerabdruck-Scanner) kann der Dienst problemlos deaktiviert werden. An Laptops mit Fingerprint-Scannern kann der Dienst vermutlich auch deaktiviert werden.
 
3. Sonstige Einstellungen:
Automatische Defragmentierung Vor allem bei SSDs im System sollte der Dienst unbedingt deaktiviert werden. Defragmentieren ist eher schädlich als nützlich bei Flash-Laufwerken. Der Dienst defragmentiert bei längeren Pausen alle vorhandenen Laufwerke. Wen dies z.B. nachts nicht stört, kann den Service auch anlassen, alle anderen klicken im Startmenü auf "Alle Programme" - "Zubehör" - "Systemprogramme" - "Defragmentierung" und entfernen dort den Haken vor dem Ausführungszeitpunkt.
 
4. Treiberstarts bereinigen:
Für die folgenden Tipps empfehlen wir das Tool "autoruns" (Link siehe unten).
Windows lädt von Haus aus einen Haufen generischer Treiber, bei 7 kommen nun zusätzlich noch eine ganze Menge an Hersteller-spezifische Treiber (RAID/SAS etc) hinzu.
Zunächst sollte man autoruns starten und in den Register "Drivers" wechseln. Bei eventuellen Einträgen mit "File not found" kann der Haken davor weggemacht werden. Dies gilt auch für die anderen Register. Unter "Drivers" kann man den Haken ohne Probleme wegmachen bei allen Einträgen die von Firmen sind, wo man sich sicher ist, dass man keine Hardware verbaut hat von diesen Firmen (z.B. Hauppauge, Hewlett Packard, VIA, QLogic, empIA, SiS, LIS Corp, Broadcom..)
 
5. Sonstiges:
Wer Speicherplatz sparen möchte, kann sich mit entsprechenden Tools die Installations-DVD abspecken, dies ist aber nur erfahrenen Anwendern empfohlen. (Link zum Tool)
 
6. Weiterführende Links:
- Windows 7 Editionen im Überblick (winvistaside.de)
- Sysinternals: procexpl // autoruns
- Jetzt kaufen (amazon.de)
- Weitere Artikel (schenx.eu)



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