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artikel - games - the saboteur [pc]

saboteur
1. Vorwort:
Mit "The Saboteur" erschien Ende des Jahres ein Überraschungs-Hit, der im Schatten von Modern Warfare 2 nicht wirklich im Rampenlicht stand. Doch wieviel ist Überraschung und wieviel ist Altbekannt?
 
2. Installation:
Schon bei der Installation kommt es zu ersten Fehlern. Startet man das Setup mittels autorun bricht das Setup mit einer Fehlermeldung "Fehler beim Transformen" direkt nach der Keyeingabe ab. Dies lässt sich aber "beheben", in dem man direkt das "EASetup.exe" ausführt - dort wird man nicht mehr nach dem Key gefragt sondern nur noch, wohin man das Spiel installieren möchte. Die Installation dauerte ca. 10 Minuten und belegt ca. 6,4Gb auf der Platte.
 
3. Das Spiel // The Game:
The Saboteur rühmt sich damit, das erste open world Spiel im 2ten Weltkrieg zu sein, jedoch wird einem mehr bekannt vorkommen, als man zunächst vermuten würde.

Handlung
:
Das Spiel handelt im besetzten Paris des zweiten Weltkriegs, in dem man als "Saboteur" gegen die deutsche Besatzungsmacht vorgeht. Hierbei muss man allerlei Missionen erledigen, gleichzeitig erfährt man weitere Details über die einzelnen Charaktere. Schon nach dem Prolog zu Beginn wird klar, dass man sich hier Gedanken um eine gute Story gemacht hat, was heutzutage bei weitem nicht  mehr selbstverständlich ist. Das Gameplay erinnert jedoch sofort an GTA4 was spätestens nach der Anfangssequenz klar wird (Tipp: Um das Intro in voller "Pracht" zu genießen, sollte man vorher die Optionen prüfen, ob alles so eingestellt ist, wie man(n) es möchte).  Man fährt mit Autos zu Missionen, Charaktere neigen zu derber Sprache und am Anfang fährt man sogar ein Autorennen - hier muss man zwangsläufig an GTA denken.


Sound:
Der Sound und Soundtrack sind stimmig und insgesamt als sehr gut zu bezeichnen. Die Musik ist passend gewählt, Effekte klingen gut und realistisch, die Sprachausgabe ist authentisch. Nett hierbei ist, dass sämtliche Deutschen im Hintergrund auch Deutsch reden, selbst in der UK-Version - dies verleiht einen weiteren Hauch von Realismus.


Grafik:
Die grafische Umsetzung von Saboteur ist ebenfalls sehr gut gelungen und ist dabei gar nicht so alltäglich. Freunde vom Film "Sin City" und dem Spiel GTA IV werden sich sofort heimisch fühlen. Ausserhalb des Prolog ist die Stadt und die Modelle schwarz-weiß gehalten, lediglich Fenster / Straßenlaternen leuchten gelb und die wehenden Fahnen leuchten knallrot. Dies sieht insgesamt sehr nett aus und stellt eine willkommene Abwechslung dar. In Gebäuden und im Prolog ist jedoch alles in gewohnter Farbgebung und macht auch eine gute Figur, wenngleich man hier natürlich keine ultra-Grafik erwarten sollte.


Performance:
Wenn das Spiel läuft ist es nicht irrsinnig anspruchsvoll. Auf unserem Testrechner (PhenomII 945, Radeon 5850 und 8Gb Ram) erreichen wir eine durchweg sehr gute Performance auf 1920x1080 und allen Details auf Maximum. AA/AF lässt sich leider nicht einstellen, ebenso wenig funktioniert das "auto-detect", was bei unserem System 800x600 vorschlägt mit Details auf mittel.
Leider kommt es in der Verkaufsversion zeitweise zu Problemen mit aktuellen Grafikkarten, so dass man unbedingt den Patch 1.03 installieren sollte. Dieser ist zwar als Beta markiert, funktioniert aber in unserem Test problemlos.


KI :
Wir testen auf Schwierigkeitsgrad "Normal", der zweiten Stufe. Hierbei verhalten sich die Gegner gut in gewohnter Ego-Shooter-Manier. Zwar haben wir 2 Aussetzer relativ am Anfang schon gehabt, das ist aber zu verschmerzen.


Steuerung:
Da das Spiel (natürlich) auch für die Xbox 360 (und PS3) erschienen ist, hofften wir auf eine einwandfreie Unterstüzung des Xbox360 Controllers - dies war leider nicht der Fall. Erst nach längerem Suchen im Forum findet sich eine Lösung, die hoffentlich in einem nächsten Patch eingebaut wird. Ein Auto-Aim (also ein automatisches anvisieren der Gegner) gibt es bei The Saboteur (zumindest auf Normal) nicht, so dass man in manchen Abschnitten quasi einen Ego-Shooter mit dem Gamepad spielen muss, was geübten Spielern vielleicht besser gelingt als uns, aber sehr ungewöhnlich ist. Am PC empfehlen wir also die klassische Steuerung mit Maus und Tastatur.
 
4. Sonstiges/Kritikpunkte:
Probleme mit aktuellen Grafikkarten, ein fehlerhaftes Setup und Probleme mit manchen Gamepads/Controllern: Das alles klingt nach einem EA-typischen verfrühten Release. Da man aber schon mit Hochdruck an Patches arbeitet und dies heutzutage eigentlich schon normal ist, ziehen wir trotz allem keine "Punkte" ab im Gesamtfazit, da Saboteur, wenn es läuft, ein wirklich sehr gelungenes Spiel ist, das durchaus viele Stunden Spielspaß bieten kann.
 
5. Fazit:
Insgesamt: sehr empfehlenswert!

Mit Saboteur brachte EA kurz vor Jahresende noch einen richtigen Kracher auf den Markt, der zwar viel von der Konkurrenz kopiert, aber durchaus zu Gefallen weiß durch eine aussergewöhnliche grafische Umsetzung und eine Story, die locker die Grundlage für einen Kinofilm sein könnte.
 
6. Weiterführende Links:
- Produkthomepage (ea.com)
- Screenshots (pcgames.de)
- Preisvergleich (geizhals.at/de)
- Jetzt kaufen [Amazon.de]
- Weitere Artikel (schenx.eu)



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