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1. Vorwort:
Nach den Erfolgen des Nine Hundred als das "Ultimative Gamer-Case" legte Antec mit dem Nine Hundred Two eine leicht verbesserte Version nach. Neben einem 20cm Lüfter im Gehäusedeckel gibt es 2x 12cm Lüfter in der Front (steuerbar mittels integriertem Controller) und einem 12cm Lüfter an der Rückseite des Gehäuses. Das Netzteil wird auf dem Boden montiert, also nicht klassisch. Zusätzlich hat man die Möglichkeit noch zwei weitere Lüfter zu montieren - einem im Seitenteil, der dann direkt auf die Grafikkarte bläst und einen in der Mitte des Gehäuses. Wir belassen es aber zunächst bei den 4 vorverbauten Lüftern von Antec.
Wie schlagen sich die Temperaturen im Vergleich zu einem Thermaltake Armor? Wie laut sind die Lüfter (subjektiv)?

Hier (
Link / youtube.com) gibt es ein Video von uns zum Gehäuse.
 
2. Verarbeitung / Handhabung:
Das ca. 11,5kg schwere Gehäuse ist vollends aus Metall - wer häufig auf LANs unterwegs ist, kommt mit dem Gehäuse zurecht, da das Gewicht verträglich ist. Das ganze Gehäuse steht auf 4 vormontieren Gummifüßen, die Vibrationen verhindern sollen. Die Verarbeitung an sich ist top: Keine scharfen Kanten, die Kabel sind sauber verlegt und zusammengebunden, kein Wackeln oder unpassende Teile. Auch alle Schrauben sind vorhanden.
Insgesamt können 9x5,25" Laufwerke oder 3x 5,25" und 6x3,5" Laufwerke verbaut werden. Eine 5,25" im Lieferumfang dient als externen "Adapter" für ein 3,5" Laufwerk, z.B. für ein Diskettenlaufwerk oder einen Card-Reader.
Um die Festplatten einzubauen, muss man 8 Schrauben lösen und die Käfige nach vorne entnehmen. Danach kann jedes Laufwerk mit 4 großen Schrauben montiert werden, ehe der Käfig wieder im Gehäuse verschwindet. Beide Käfige haben einen 12cm Lüfter vorne, der kühle Luft ins Gehäuse einsaugen soll. Davor befindet sich jeweils ein Staubfilter, was diese bringen, wird erst die Zeit zeigen. Die Filter im Thermaltake Armor haben diesbezüglich komplett versagt.
Das Netzteil wird am Boden montiert und im Gegensatz zum Thermaltake Armor passen hier auch die Schrauben problemlos.
Für µATX-Boards sind bereits die Abstandhalter im Gehäuse montiert, im Lieferumfang befinden sich die zusätzlichen 3 Halterungen für ATX-Boards, geht aber auch ohne.
Hinten am Gehäuse befinden sich 3 Schalter. 2 Schalter dienen dem sogenannten TriCool-System der vorverbauten hinteren Lüfter (1x12cm und 1x20cm). Der dritte Schalter dient der Beleuchtung des "Big-Boy" im Deckel, die je nach Bedarf an oder aus geschaltet werden kann. Die Lüftersteuerung für die beiden vorderen Lüfter befinden sich in den Blenden (
Bild).
Durch den Einbau des Netzteils am Boden erreicht man leichter die fummeligen Anschlüsse für Power-Taste und HDD-LED.
 
3. Besonderheiten:
Eine Besonderheit ist sicherlich das komplett schwarze Innenleben des Gehäuses - so etwas gibt es nur selten. Auch der 20cm Lüfter im Gehäusedeckel ist sicherlich nicht alltäglich.
Empfehlenswert ist auf jeden Fall ein Netzteil mit Kabelmanagement, da der Platz bei mehreren Laufwerken doch begrenzt ist.
 
4. Temperaturen:
Im Vergleich zu den Temperaturen vorher sind die Temperaturen bei einer Raumtemperatur von ca. 22°C insgesamt ca. 5°C kühler. Da das Netzteil nun am Boden platziert ist, kriegt es nun kühlere Luft und nicht mehr die erwärmte Abluft vom CPU-Kühler was in etwas niedrigeren Drehzahlen resultiert (vorausgesetzt, das Netzteil hat einen temperaturgesteuerten Lüfter). Durch die 2 Frontlüfter hat man die Möglichkeit, diese auf niedrigen Drehzahlen laufen zu lassen und trotzdem für einen hohen Luftdurchsatz zu sorgen. Dadurch erhält auch das restliche System etwas kühlere Luft. Während die CPU also ca. 5°C kühler ist im idle (was einen langsamer drehenden Lüfter als Folge hat) ist die Grafikkarte im idle ca. 12°C kühler (von 59°C auf 47°C). Mit etwas optimalerer Kabelverlegung sind sicherlich noch ein paar Grad weniger möglich. Auch das Mainboard erfreut sich im idle geringerer Temperaturen.
Nach einer höheren Auslastung kühlen sich die Komponenten relativ schnell wieder ab.
 
5. Lautstärke:
Die hinteren Lüfter sind mittels TriCool-System steuerbar. Was abenteuerlich klingt ist nichts weiter als eine drei-stufige Intensitätseinstellung der Lüfter. Die beiden vorderen Lüfter können exakter von der Front des Gehäuses aus gesteuert werden. Die Lautstärke ist subjektiv empfunden relativ leise - leiser als vorher im Armor. Man sollte aber bedenken, dass dieses Gehäuse für "Gamer" konzipiert und positioniert ist. Mit anderen Worten: Man soll keine leisen Lüfter erwarten. Dies unterstreicht auch die Tatsache, dass alle Lüfter blau beleuchtet sind - "Modding-Lüfter" eben, keine Silent-Lüfter. Nichtsdestotrotz und unter Erwartung des "Schlimmsten" sind die Lüfter auf 'low' allesamt leise und sorgen trotzdem für einen guten Luftdurchsatz im Gehäuse. Die Einstellung "middle"ist während des Spielens oder Musik hören auch noch verwendbar, wobei dort das schon einige als zu laut empfinden würden. Auf "high" wird das ganze dann unerträglich, das kann man maximal auf ner Großraum-LAN und Headset längere Zeit durchhalten.
[Mangels Messgeräten können wir keine Sone-/dB-Angaben machen. Wir haben am Ende unseres Videos den Sound aufgenommen mit verschiedenen Lüfterstärken.]

Ergänzung:
Ein Blick auf die technischen Daten der verbauten TriCool Lüfter verrät: so toll sind die gar nicht. Deshalb haben wir uns entschlossen, die 3 12cm Lüfter durch Scythe S-Flex 1200 zu ersetzen. Diese hängen nun an einer Lüftersteuerung (Scythe Kaze Master). Diese können bei ca. 900rpm drehen um die Leistung der Antec-Lüfter zu schaffen - bei einer deutlich reduzierten Lautstärke. Selbst auf 1200rpm sind sie noch leiser, erzeugen aber einen übertriebenen Luftstrom. Schließlich sorgt der 20cm Lüfter im Gehäusedeckel für eine ordentliche Abluft.
Beim Ausbau ist zu beachten, dass die vorderen 2 Lüfter fest im Gehäuse verbunden sind mit der Steuerung vorne. Will man die Propeller also austauschen, muss man mittels Schere das Kabel von der Steuerung abtrennen und die Lüfter werden somit wertlos. Den hinteren Lüfter kann man ganz normal rausschrauben, die Steuerung auf der Rückseite kann man einfach aus dem Gehäuse knipsen.

Ergänzung II
:
Wie bei einigen anderen auch ist mittlerweile der 20cm Lüfter im Deckel "kaputt" gegangen. Dies zeigt sich darin, dass er ein nerviges "Schleifen" verursacht. Abhilfe schaffte auch ein kurzzeitiges Hochdrehen auf "middle" oder "high", so dass der "BigBoy" demnächst seinen Dienst quittieren wird. Ausgetauscht wird er durch einen CoolerMaster MegaFlow, der kann praktischerweise auch an die Lüftersteuerung gehangen werden. Ob dies gelingt werden wir dann hier entsprechend hinzufügen.

Ergänzung III:
Aus zeitlichen Gründen hat das Umbauvorhaben bzgl. des Big-Boy sich bis jetzt verzögert. Da auch die Demontage des Gehäusedeckels, was dafür notwendig ist, sich als sehr schwer herausstellte, nahmen wir Kontakt mit dem Antec-Support auf.
Die Antwort, wie man den Deckel abbekommt im Original:

There are 4 screws that hold the top panel in. Two of the screws are towards the very back of the case (from the inside) once removed the panel will come off.

Ergänzung IV:

Der CoolerMaster MegaFlow passt leider nicht. Auf jeder Seite fehlt ca. 1cm. Ein zweiter Versuch mit einem Akasa 22cm Lüfter scheiterte ebenfalls, da dieser deutlich zu breit ist. Deshalb wurde es ein neuer BigBoy, der mittels Adapter gedrosselt wird, da die Variante, keinen Lüfter einzubauen definitiv ausgeschlossen werden kann (10°C wärmerer Chipsatz sprechen für sich). Zum Abbau des oberen Panels müssen u.a. diese 2 Schrauben gelöst werden. Die gleichen Schrauben gibt es auch auf der "anderen Seite" des Lüfters, also rechts.


Ergänzung V:
Nach längerem Hin und Her hängt nun ein neuer Antec Big Boy mittels Adapter an der Lüftersteuerung und verrichtet relativ ruhig seine Arbeit. Die 12cm-"Plätze" belegen nun 3 be quiet! SilentWings USC Lüfter, womit das Gehäuse als sehr leise zu bezeichnen ist. Klar, durch die relativ offene Bauweise kann es mit gedämmten Gehäusen nicht mithalten, aber für ein Gehäuse, das auf Gamer abzielt, durchaus ein guter Wert.
 
6. Video:
 
7. Fazit:
de Insgesamt: sehr empfehlenswert!
Mit dem Antec 902 (oder Nine Hundred Two) erhält man ein grundsolides, sauber verarbeitetes Gehäuse mit feinen Extras und sehr sauberer Verarbeitung. Es gibt quasi nichts zu bemängeln - klare Empfehlung.

gb Conclusion:
very recommendable!
This is really a great case. After changing all fans to some more silent fans (we recommend Noctua or be quiet! USC) you get a very silent case with place for many drives and other things like fan controls. There aren't any big faults. Buy it, if you want a stylish black case and 3 new fans fit into your budget.
 
8. Weiterführende Links:
- Produkthomepage (antec.com)
- Preisvergleich (geizhals.at/eu)
- Unser Video zum Test (youtube.com)
- Jetzt kaufen (amazon.de)
- Weitere Artikel (schenx.eu)



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