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artikel - hardware - sony vaio yb1s1e/s mit amd fusion e-350

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1. Vorwort:
Nach langer Zeit des Wartens erschien nun das erste AMD Fusion Notebook auf Basis des E-350 im deutschen Handel. Das besondere an AMD Fusion ist die Zusammenlegung einer Grafikkarte und eines Prozessors auf ein Chip, während die integrierte Grafikkarte dieser Fusion die Leistung von dedizierten Grafikkarten erreichen soll und dabei noch sehr stromsparend agieren soll. Klingt fast wie ein Wunschkonzert - wir schauen, was der E-350 in der Praxis leistet und ob Sony alles richtig gemacht hat.
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2. Lieferumfang / Maße / Aussehen / Innenleben:
Der Lieferumfang besteht aus folgenden Teilen:
- Sony Vaio Notebook YB1S1E in silber
- Kurzanleitung
- Garantiebescheinigung (Internationale Garantie)
- Netzteil
- Akku 3500mAh


Das Notebook ist 11,6" groß, ist ca. 29,1cm breit, zugeklappt ca. 2,6cm hoch und an der tiefsten Stelle ca. 20,5cm tief.
Mit dem mitgelieferten Akku wiegt es 1,48kg. Mit dem 5000mAh Akku nimmt das Gewicht nicht zu.

Folgende Komponenten sind verbaut:
- AMD Fusion APU E-350 (2x1,6Ghz, Radeon 6310)
- 2Gb DDR3-1066 (1x2Gb)
- 320Gb Festplatte mit 5400rpm
- Atheros AR9285 WLAN-Karte (unterstützt Netze mit b, g und n-Standard)
- Gigabit-LAN (Atheros AR8131 Pci-Express)
- Bluetooth 2.1+EDR
- Auflösung: 1366x786
- Synaptics Multi-Touch Trackpad
- Anschlüsse: 1x HDMI, 3x USB2.0, 1x VGA, 1x 3-in-1 card-reader (SD/SDHC, MemoryStick Pro, MemoryStick), 0,3Mp Webcam, 1x LAN

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3. Verarbeitung / Mängel / Probleme:
Die Verarbeitung des Notebooks ist als sehr gut zu bezeichnen. Das Magnesium-Gehäuse (Deckel) wirkt edel, der untere Teil besteht leider komplett aus Plastik. Durch den Magnesium-Deckel bleiben einem aber wenigstens Fingerabdrücke erspart.

Leider spiegelt auch dieses Display stark. Der Einsatz unter hellen Lichtverhältnissen ist daher nur eingeschränkt möglich. Im direkten Vergleich mit dem Acer 1820PT ist das Display jedoch wesentlich besser ablesbar. Das Display erzeugt aber, wenn von den Schwächen absieht, ein sehr gutes Bild.

Das Touchpad ist, auch aufgrund der Größe der Tastatur und des Notebooks allgemein, eher klein geraten. Wir fanden dies im Test nicht störend, Freunde einer großen "Wischfläche" werden hier jedoch nicht unbedingt glücklich.

Als sehr störend empfanden wir die sehr lauten Tasten unter dem Touchpad. Diese sind für ruhige Räume nicht geeignet und stören selbst im Office-Alltag schon etwas.

Im Auslieferungszustand gibt es das Notebook konsequent Geräusche von sich, sei es die Festplatte oder der Lüfter. Dies ist jedoch nicht sehr aufdringlich und noch im akzeptablen Bereich. Bei jeder kleinen Auslastung (Installation, Hochfahren, etc.) dreht der Lüfter hörbar auf. Dies ist zwar immernoch nicht störend, jedoch etwas konservativ. Denn die Luft, die der Lüfter dann herausbläst, ist nicht mal als warm zu bezeichnen - hier wäre also noch sprichwörtlich "etwas Luft nach oben" gewesen für Sony.

Den Boxen geben wir für die Soundqualität die Schulnote "befriedigend". Natürlich darf man bei einem 11,6"-Notebook keine Wunder erwarten, aber der Klang ist besser als bei anderen Notebooks. Bässe sollte man zwar keine erwarten, aber für TV und ein bisschen Radio reicht es. Dauerhafter Musikgenuss ist jedoch eher nicht möglich. Leider fehlt hier ein Digitaler-Ausgang, als Audioausgang steht lediglich ein Klinkenanschluss zur Verfügung.

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4. Laufzeit:
In der ursprünglichen Ausstattung (HDD, 3500mAh) erreichen wir ca. 4h bei normalen Officetätigkeiten inkl. Internet surfen über WLAN. Dies ist für ein Netbook leider viel zu wenig. Im Leerlauf gibt Windows 7 eine Restlaufzeit von 6 Stunden an bei 99% Akku. Dieser Wert ist natürlich mit Vorsicht zu genießen.
Dabei verwendeten wir das Energieprofil "Energiesparmodus", mit WLAN an, Bluetooth aus, mittlere Displayhelligkeit. Wir empfehlen hier also direkt ein Upgrade auf den 5000mAh, der jedoch direkt mit 100€ Aufpreis durchschlägt.

Während Spiele nur ältere Kaliber überhaupt laufen, testen wir auch die Wiedergabe von FullHD mkvs und BluRays.

Bei der BluRay Wiedergabe mit PowerDVD10 und aktiver Hardwarebeschleunigung liegt die Auslastung größtenteils bei ca. 40%, Höchstwert: 58%, Minimalwert: 34%.
MKV Dateien (getestet mit Elephants Dream) liefen ebenfalls problemlos. (getestet mit Media Player 12 x64 und ffdshow).

Dabei dreht der Lüfter auf Stufe 2, eins lauter als im idle. Dies ist zwar hörbar in ruhigen Szenen, stört aber nicht prinzipiell.

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5. Leistung:
Windows 7 ist von Sony aus schon leider etwas zugemüllt und wirkt etwas träge. Hier empfiehlt sich auf jeden Fall eine saubere Neuinstallation.

Im Alltagstest mit Office 2010, Eclipse, Media Player 12 (Filmwiedergabe) oder Videoschnittprogrammen wie Power Director 9 brachte man eher die Festplatte ans Limit als die APU.

Dafür haben wir die GPU (Radeon 6310) an ihr Limit bringen wollen: Wir testen mit Spielen wie Trackmania Nations, Fifa11 und Medal of Honor (2010). Während Trackmania natürlich problemlos spielbar war (das geht selbst auf einer Intel 4500mHD problemlos), waren Fifa11 und MoH quasi unspielbar. In diesem Sektor muss man sich also weiterhin mit älteren Spielen begnügen, aber das dürfte wohl das geringste Problem sein.

PCMark Vantage: (1024x786, PCMark Suite)  2000 Scores
3D Mark Vantage: P282

Der 3D Mark Score ist natürlich erwartungsgemäß nicht allzu hoch, für aktuelle Spiele mit DirectX11 reicht es also nicht wirklich. Bemerkenswert dabei ist jedoch, dass die rausgeblasene Luft nicht sehr warm ist und die Handballenauflagen keinerlei Temperaturveränderung erfahren. Das Kühlkonzept kann in dieser Hinsicht also voll überzeugen. Auch die Rückseite bleibt in einem angenehmen Temperaturbereich (kaum bis gar keine Erwärmung), so dass man den Laptop auch ruhig auf dem Schoss tragen kann, was bei dem geringen Gewicht nahezu einlädt.

Die Wiedergabe von BluRays mittels PowerDVD10 Mark II ist ebenfalls problemlos möglich, es treten keine Ruckler etc. auf. Mangels HDMI1.4a und den entsprechenden Fähigkeiten der GPU muss man jedoch auf 3D verzichten. Die Wiedergabe von mkv-Dateien mit 720p und 1080p ist ebenfalls ohne Einschränkungen möglich (getestet mit Media Player 12 x64 und den ffdshow-Codecs).
 
6. Sonstiges / FAQ:
Ab sofort können Tests kommentiert werden und Fragen gestellt werden. Dazu einfach in diesen Thread posten (geht vorerst auch ohne Anmeldung). Auftretende Fragen werden dann hier hineineditiert.

Manche Händler und der Preisvergleich schreiben diesem Modell übrigens einen ExpressCard-Slot zu, dies ist leider nicht richtig.

 
7. Video:
 
8. Upgrade:
Da das Notebook leider keinen ExpressCard-Schacht hat, lässt sich USB3.0 leider nicht nachrüsten.

Sony gibt an, das maximal 4Gb Arbeitsspeicher verbaut werden können. Da angekündigte Konkurrenzprodukte jedoch bis zu 8Gb erhalten, scheint der Chipsatz dazu prinzipiell in der Lage zu sein. Wir verbauen testweise 8Gb G.Skill DDR3-1333 Module: Sie werden problemlos erkannt, unter Windows 7 32bit sind sie natürlich nicht nutzbar, aber wir installieren sowieso die 64bit Edition neu. Über 8Gb im Notebook kann man sicherlich streiten, für den ein oder anderen dürfte diese Information vll. nützlich sein. Dabei sei noch bemerkt: Der AMD E-350 hat lediglich ein Single-Channel-Speicherinterface. Wer also eh nur 4Gb möchte, der kann auch ruhig einen 4Gb-Riegel kaufen. So muss auch ein Riegel weniger mit Strom versorgt werden (auch wenn das in der Praxis eig. keine Rolle spielt).

Des weiteren ersetzten wir die 320Gb Festplatte durch eine Kombination aus 80Gb SSD (OCZ Agility 2 mit Sandforce-Controller) und einer 16Gb microSDHC-Karte von SanDisk. Letztere enthielt schon im alten Laptop die "Eigenen Dateien", so dass ein Umzug auf das neue Notebook binnen Sekunden abgeschlossen war.

Mit diesem Upgrade und einem sauberen Windows entlocken wir dem Notebook auch das letzte Quentchen an Leistung, dass sich hinter größeren Kollegen keineswegs verstecken muss. Dies liegt in erster Linie an der SSD, denn derzeit bringt ein Upgrade auf die immer beliebter werdenden Flashspeicher 95% der Anwender mehr, als eine neue CPU um die gefühlte Systemleistung zu verbessern.

Nach dem Upgrade lassen wir noch einmal PCMark Vantage durchlaufen: 3354 PCMarks (1024x786, PCMark Suite). Die Steigerung liegt natürlich an der SSD. 

Die Akkulaufzeit verlängert sich mit dem 5000mAh-Akku auf nicht ganz 6h. Natürlich hängen diese Werte auch immer von der Nutzung ab. Da wir keine feste Testroutine für die Laufzeiten haben, können hier natürlich von Haus aus schon kleinere Differenzen entstehen. Aber auch die 6h sind unserer Meinung nach nur gerade so ausreichend in diesem Sektor. Wer noch mehr Laufzeit haben will, muss sich den noch größeren Akku für 170€ dazu kaufen, dieser "bockt" das Notebook dann allerdings auf (dafür sollten dann auch Laufzeiten mit 8-9 Stunden möglich sein).

Für 64bit-Betriebssysteme gibt es von Sony keinen Support, deshalb muss hier teilweise selbst Hand angelegt werden.
- Für den Card-Reader wird dieses Paket benötigt:
Link (USB-Version)
- Die Webcam wird direkt erkannt, installiert und funktioniert ohne Probleme.
- Festplatten/SSDs können übrigens nur im AHCI-Modus betrieben werden. Dies ist überraschend, da das Notebook eh kein eSATA-Anschluss hat und Leistungsvorteile hat man auch nur bei bestimmten SSDs (welche von Haus aus ebenfalls nicht verbaut ist). Hier muss man also separat von der AMD Homepage den aktuellsten AHCI Treiber herunterladen:
Link (Optional Downloads - AHCI for Win7). Dort findet man auch den aktuellen Catalyst-Treiber für die Grafikkarte.
- Treiber für LAN und WLAN gibt es direkt über Windows Update und müssen nicht manuell installiert werden.
- Die Zusatzfunktionen (FN-Tasten) lassen sich ebenfalls problemlos wiederherstellen. Man benötigt eine aktuelle Version der SFEP
(Link), die Sony Shared Libraries (Link) und die Notebook-Utilities (Link).

Sonstiges:
- So stellt man den Media Player 12 64bit als Standardplayer ein:
Link
- 64bit Flash-Version für IE8 x64: Link (Beta)
 
9. Fazit:
Fazit: empfehlenswert!
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Unter dem Strich ist das Sony VAIO YB1S1E/S ein gutes Notebook, was jedoch leider einige Ausstattungsschwächen hat. So fehlt neben USB3.0 auch Bluetooth 3.0. Während Bluetooth3.0 noch verschmerzbar ist, so ist der mitgelieferte Akku schon eher grenzwertig. 3500mAh lassen unter normalen Office-Tätigkeiten mit WLAN gerade einmal ca. 4h Arbeitszeit zu, was für ein Netbook viel zu schwach ist. Für ca. 100€ muss man sich zunächst ein 5000mAh Akku nachkaufen, um halbwegs auf gute Arbeitszeiten zu kommen. Dies ist leider nicht sehr kundenfreundlich. Auch ist das vorinstallierte Windows 7 etwas träge, hier hilft eine saubere Neuinstallation. Unter dem Strich erhält das Notebook ein "empfehlenswert". Die Gründe, warum es zu keinem "sehr empfehlenswert" reicht, soll die Tabelle erläutern:

Kategorie: Punkte: Warum nicht mehr?
Verarbeitung 9/10 Rumpf aus Plastik
Ausstattung 5/10 kein USB3.0, kein Bluetooth 3.0, schwacher Akku
Leistung* 9/10 System zu träge im Auslieferungszustand
Preis/Leistung 8/10 Ausstattung nicht perfekt
     
Gesamt: 31/40


* Wir kategorisieren diese CPU als eine sehr leistungsfähige Netbook-APU ein. Diese Produkte sollen derzeit die Intel Atom/Nvidia ION Produkte in den Schatten stellen, welche ebenfalls in Netbooks verbaut werden. Deshalb beurteilen wir die Leistung für Netbooks und nicht im Gesamtpaket mit anderen CPUs. Das die Leistung nicht an einen PhenomII oder Core i7 herankommt, sollte klar sein.
 
10. Weiterführende Links:
- Produkthomepage (sony.de)
- Preisvergleich (geizhals.at/de) // price comparison
- Preisvergleich 5000mAh Akku (geizhals.at/de) // price comparison better battery 5000mAh
- Jetzt kaufen [Amazon.de]
- Weitere Artikel (schenx.eu)

















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