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artikel - hardware - acer 1820pt netvertible

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1. Vorwort:
Lange angekündigt (und heimlich wieder abgekündigt) ist es nun in Restbeständen bei wenigen Händlern erhältlich: Das Acer Timeline 1820PT, ein Netvertible (Netbook+Convertible) mit resistivem Touchscreen und Stromspar-CPU verpackt auf 11,6". 
[Das Netvertible wird in manchen Preisvergleichen fälschlicherweise als 1820PTZ bezeichnet, dies sind aber die Pentium SU4100-Modelle, hierbei handelt es sich um die 1820PT-Variante mit SU7300)]
 
2. Lieferumfang / Maße / Aussehen / Innenleben:
Der Lieferumfang besteht aus folgenden Teilen:
- Acer 1820PT Notebook
- Kurzanleitung (allgemein+Touchscreen)
- Garantiebescheinigung (Internationale Garantie)
- Wischtuch
- Netzteil
- Akku (bereits aufgeladen)


Das Notebook ist 11,6" groß, ist ca. 29cm breit, zugeklappt ca. 3,1cm hoch und an der tiefsten Stelle ca. 21,7cm tief.
Mit Akku wiegt es 1,68kg.

Folgende Komponenten sind verbaut:
- Intel Core2Duo SU7300 (2x 1,3Ghz)
- 4Gb DDR3-1066 Elpida Ram
- 320Gb Hitachi Festplatte mit 5400rpm, ersetzt durch 64Gb Mtron Mobi SSD
- Intel X4500MHD onboard Grafikkarte
- Intel Wifi5100 WLAN-Karte (unterstützt Netze mit a, b, g und n-Standard)
- Gigabit-LAN
- Bluetooth
- Auflösung: 1366x786
- Synaptics Multi-Touch Trackpad
- Anschlüsse: 1x HDMI, 3x USB2.0, 1x VGA, 1x 5-in-1 card-reader (SD/SDHC, MMC, MemoryStick Pro, MemoryStick, xD), 0,3Mp Webcam, 1x LAN

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Auch beim Acer 1820PT wird die etwas aussergewöhnliche Festplattenmontage mit dem sehr feinen Kabel gewählt. Beim Austausch der Festplatte ist also Vorsicht geboten
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3. Verarbeitung / Mängel / Probleme:
Negativ fällt vor allem die etwas unsaubere Verarbeitung auf. Zwar ist bei unserem Exemplar der untere Teil sauber verarbeitet, die Tastatur biegt sich nicht durch und alles wirkt stabil, jedoch gibt es beim Displayrahmen einen nicht zu übersehenden Spalt, den man locker als Halterung für Notizzettel benutzen konnte. Wie so etwas durch die Qualitätssicherung kommen kann bleibt wohl das Rätsel von Acer, könnte aber auch den verhältnismäßig niedrigen Preis erklären. Auf langer Sicht hin dürfte sich dort jedoch sehr viel Staub und Schmutz ansammeln, bleibt zu hoffen, dass dies nicht die Funktion beeinträchtigt.

Auch erinnert das Notebook eher an einen Spiegel. Nicht nur die Displayrückseite ist mit Klavierlack versehen, was sehr empfindlich auf Finger reagiert, auch das Display selbst kann perfekt als Spiegel benutzt werden, wenn das Gerät aus ist. Angeschaltet lässt sich problemlos damit arbeiten, wenn keine direkte Sonneneinstrahlung stattfindet. Der Blickwinkel jedoch ist erwartungsgemäß niedrig, erstens wegen der hohen Verspiegelung und zweitens naturgemäß wegen der resistiven Schicht auf dem Touchscreen. Diese Punkte muss jeder für sich selbst entscheiden, ob sie schwerwiegend sind oder nicht. Es sind zwei einfache Dinge, die Acer locker verbessern könnte, die jedoch einige stören werden.
 
4. Laufzeit:
Die Laufzeit wird - typisch für die Timeline-Serie - mit über 8 Stunden angegeben. Ist der Akku vollgeladen, WLAN und Bluetooth an, gibt Windows 7 eine Akkulaufzeit von 7 Stunden an.
Wir haben die Neuinstallation von Windows 7 und die Installation der wichtigsten Programme im Akkumodus mit Energiesparplan "Ausbalanciert" vorgenommen und nur 20% Akku verloren: Das Netvertible dürfte ein echter Dauerläufer sein, das klingt nach realistischen Herstellerangaben (das ist heutzutage ja leider nicht mehr selbstverständlich).
Nach ca. 4 Stunden in Betrieb mit ein bisschen surfen, Eclipse und Office sind ca. 50% des Akkus verbraucht, was auf die 8 Stunden Laufzeit und damit eine sehr genaue und realistische Herstellerangabe schließen lässt.

 
5. Leistung:
Direkt beim ersten Booten wirkt das System sehr träge. Nach einer sauberen Neuinstallation auf einer SSD wirkt das System sehr schnell und angenehm. Die Touchscreen-Eingabe bzgl. Handschrift geht sehr gut, wenn gleich man etwas üben muss und der i-Punkt nicht immer sauber erkannt wird.
Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Bedienung von Windows und Programmen: Man benötigt eine gewisse Eingewöhnungszeit, bis man sauber damit arbeiten kann, am Anfang werden einige Eingaben verschluckt, wenn man nicht richtig auf den Monitor drückt.
Dies haben wir im Video genauer untersucht: Link
Etwas "störend" ist das Fehlen des Rechtsklick bei der Stifteingabe, weshalb man öfters auf die Tasten am Touchpad zurückgreifen muss.

// Update:
Wie unser Leser "leondevargas" richtig anmerkte, gibt es natürlich einen "Rechtsklick", wenn man längere Zeit mit dem Stift auf einen Link drückt. Dies mag jedoch am Anfang etwas störend sein, wenn man einen klassischen Klick gewöhnt ist, mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran.


Der Lüfter bleibt im normalen Office-Betrieb und beim Surfen angenehm leise, lediglich bei größeren Installationen oder der 1080p-mkv-Wiedergabe dreht er hörbar, aber immernoch nicht laut oder unangenehm auf. Mit Everest ausgelesen bleibt die Temperatur auch auf konstant niedrigen Niveau (~38°C idle, 45°C Last), alles andere wäre bei einer CULV CPU auch sehr merkwürdig.
Die Lautsprecher sind zwar nicht die schlechtesten, aber an Klanggenuss denkt man nicht beim Musikhören. Auch bei Spielen wird es nicht besser. Aber im Vergleich mit anderen Notebooks sind sie nicht allzu schlecht. Da hilft auch das "Dolby Sound Room" nicht viel, auch das "Dolby Headphone" zeigt bei guten Kopfhörern quasi keine Wirkung.

// Update:
Da es hierzu in letzter Zeit vermehrt Nachfragen gab:
Mit dem vorinstallierten Windows 7 und dem Penmode gibt es eine Handballenerkennung, die auch sehr gut funktioniert. Installiert man Windows 7 neu, muss man den LaunchManager installieren, der diesen Modus wieder herstellt. Danach kann er über die P-Taste am Monitor links unten eingestellt werden.


// Update II:
Blu-Rays und DVD lassen sich ebenfalls problemlos abspielen. Mit einem externen Laufwerk (z.B. Sony Optiarc BD-5730S) und PowerDVD 10 lässt sich (nach einem Neustart) problemlos Blu-Ray kucken auf dem Display oder via dem HDMI-Ausgang.
 
6. Sonstiges / FAQ:
Ab sofort können Tests kommentiert werden und Fragen gestellt werden. Dazu einfach in diesen Thread posten (geht vorerst auch ohne Anmeldung). Auftretende Fragen werden dann hier hineineditiert.

Rein vom P/L-Verhältnis ist das Acer 1820PT derzeit einsame Spitze. Billiger gibt es derzeit nur Atom-basierte Convertibles (Asus 101MT, Gigabyte oneTouch), für etwas mehr gibt es das HP tm2 mit kapazitiven Display. Dies ist jedoch auch größer, schwerer und nicht so dezent im Design.

Von Seiten der Treiber ist ebenfalls Vorsicht geboten: Alle Produkte einer Modellreihe (Acer 1420P, 1820PT, 1825PT/Z) erhalten unterschiedliche Treiber für die gleiche Hardware - dies wiegt insbesondere beim G-Sensor schwer. Deshalb sollte man sich unbedingt die Treiber vom neusten Modell 1825PT herunterladen (G-Sensor+Webcam). Treiber für den Multi-Touch-Monitor (Mosart) gibt es direkt von Windows Update, alle anderen kann man sich auch separat die aktuellsten herunterladen (Links am Ende).

Der EA Fussball Manager 10 läuft zwar problemlos auf dem Notebook, jedoch werden die Toucheingaben nicht registriert. Fifa10 läuft ebenfalls, ruckelt jedoch in den Cutscenes und die Grafikqualität muss auch runtergeschraubt werden (erinnert dann an die Optik von Fifa 2000). Dafür kann das Menü über den Touchscreen gesteuert werden (da bringt es allerdings nicht so viel).


*UPDATE*
Nach einem ersten Langzeit-Alltagstest lässt sich sagen, dass sich sowohl die Akkulaufzeit als auch die generelle Leistung als sehr gut bezeichnen lassen. Der Akku schafft im normalen Alltag mit surfen und/oder PDF lesen/bearbeiten oder Dokumente schreiben schafft der Akku seine 7-8 Stunden, beim Spielen oder HD Video schauen reduziert sich die Akkulaufzeit logischerweise auf ca. 2-3 Stunden. Im direkten Vergleich zum Core 2 Duo T7100 (im Vorgängerlaptop, 2x1,8Ghz, 65nm) ändert sich nichts zum Negativen. Die Touchscreeneingabe funktioniert zu 99%, manchmal wird jedoch ein Buchstabe oder Leertaste verschluckt, bei längeren Texten empfiehlt sich die Handschrifterkennung, mit der sich sehr gut arbeiten lässt und auch ohne dass man sie voll austrainiert hat schon sehr gute Ergebnisse liefert.
Trackmania Nations läuft übrigens problemlos und absolut flüssig auf dem Notebook, viel mehr darf man aber auch nicht mehr erwarten, schon Fifa10 zeigt der GPU gnadenlos ihre Grenzen auf. Die mkv Wiedergabe in 1080p und 720p klappt hingegen problemlos und ruckelfrei. Beim Abspielen dieser Dateien (von Usb-Stick oder microSDHC-Karte) dreht der Lüfter zwar auf, aber keinesfalls störend, so dass er sich auch problemlos im Wohnzimmer einsetzen lässt.
Die Wiedergabe einer Blu-Ray werden wir demnächst testen, mit PowerDVD und einem externen Laufwerk (z.B.
Asus SBC-06D1S-U) sollte das ebenfalls kein Problem sein. 
Kritisch bleibt jedoch die extrem glänzende Displayrückseite und das sehr spiegelnde Display. Für letzteres empfiehlt sich eine Anti-Spiegel-Folie, für erstes ein gutes Putztuch.
Bei weiteren Fragen oder Testwünschen einfach in den entsprechenden Thread (klappt vorerst auch ohne Registrierung) posten.

 
7. Video:
 
8. Fazit:
Fazit: sehr empfehlenswert!

Sicherlich hat das Notebook kleinere Mängel wie z.B. das extrem verspiegelte Display und die etwas unsaubere Verarbeitung am Displayrand. Man muss aber auch festhalten, dass das Acer 1820PT das derzeit wohl beste Convertible Notebook dieser Größe mit dieser Leistung ist. Durch den resistiven Touchscreen ist eine Handschrifteingabe ohne Probleme möglich und klappt sehr gut.
Die Leistung ist mehr als ausreichend für Studium und Arbeit, der SU7300 hat genügend Dampf für zügiges Arbeiten. Dabei bleibt der Lüfter meistens unhörbar leise, bei Installationen/mkv-Wiedergabe dreht er hörbar (aber nicht unangenehm laut) auf.
Wer Wert auf handschriftliche Eingaben (z.B. in PDFs) legt, ist mit diesem Notebook sehr gut bedient.

 
9. Weiterführende Links:
- Produkthomepage (acer.de)
- Aktuelle Treiber:
  - Intel-Grafikkarte / GPU: Link
  - G-Sensor: Link
  - WLAN: Link
  - Bluetooth: Link
  - Touchpad: Link
  - LAN: Link

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